
MMR Impfung vor Famulatur und KPJ: Nachweis und Kosten
MMR Impfung vor Famulatur, KPJ oder Pflegepraktikum: wann zwei Dosen reichen, wie du deinen Masernschutz nachweist und wo du gratis impfst. Jetzt prüfen!

Celina Köhsl
23. Oktober 2026

Mückenschutz ist die Vorbeugung gegen Stiche von Stechmücken, in Österreich sagt man oft Gelsen, und für Famulatur, KPJ oder Pflegepraktikum in Sri Lanka, Nepal, Bali und Sansibar ist er der wichtigste Schutz gegen Dengue, Chikungunya, Zika und Malaria. Gegen viele dieser Krankheiten gibt es keine Impfung. Laut gesundheit.gv.at schützt ein Repellent mit rund 24 Prozent DEET im Schnitt etwa fünf Stunden, dazu kommen lange Kleidung, mit Permethrin behandelte Textilien und ein Moskitonetz.
Fachlich geprüft von MUDr. Amandeep Grewal, Ärztin/Arzt bei travel4med, zuständig für medizinische Themen wie Impfungen, Tropenmedizin und Gesundheit im Auslandspraktikum.
Mückenschutz heißt in der Reisemedizin Expositionsprophylaxe: Du verhinderst den Stich, statt hinterher eine Krankheit zu behandeln. Das klingt banal. Ist es aber nicht, denn laut WHO machen von Vektoren übertragene Krankheiten mehr als 17 Prozent aller Infektionskrankheiten aus und verursachen jedes Jahr mehr als 700.000 Todesfälle (Faktenblatt "Vector-borne diseases" vom 26.09.2024).
Allein bei Dengue meldete die WHO für 2024 einen historischen Höchststand von über 14,6 Millionen Fällen und mehr als 12.000 Todesfällen weltweit, wobei der größte Teil davon aus Amerika kam (Faktenblatt vom 21.08.2025). Für dich in Asien oder Ostafrika heißt das vor allem: Dengue ist kein exotischer Einzelfall, sondern eine Krankheit, die dir auf der Station begegnen kann.
Und du bist mehrere Wochen dort, nicht drei Tage am Strand. Wer für eine Famulatur oder ein KPJ-Modul vier bis acht Wochen in einem Spital in Galle oder Pokhara verbringt, sammelt viel mehr Stunden im Freien und in offenen Räumen als ein Kurzurlauber. Konsequenter Mückenschutz ist deshalb Teil deiner Vorbereitung, genau wie die Impfungen.

Sichere dir jetzt deinen Platz für dein Praktikum im Ausland.
Die CDC listet auf ihren Länderseiten für jedes Land die Krankheiten, die über Mückenstiche übertragen werden. Für unsere vier Standorte ergibt sich dieses Bild (Stand der Seiten am 24.10.2026):
| Standort | Von Mücken übertragene Krankheiten laut CDC-Länderseite | Was das für dich heißt |
|---|---|---|
| Sri Lanka (Galle) | Dengue, Chikungunya, Japanische Enzephalitis, Zika | Sri Lanka ist laut WHO seit 5. September 2016 malariafrei. Dengue ist das Hauptthema. |
| Nepal (Pokhara) | Dengue, Chikungunya, Japanische Enzephalitis, Malaria in bestimmten Gebieten | Laut CDC gibt es in Kathmandu und Pokhara keine Malariaübertragung, Mückenschutz bleibt wegen Dengue trotzdem wichtig. |
| Bali (Indonesien) | Dengue, Chikungunya, Japanische Enzephalitis, Zika, Malaria in bestimmten Gebieten | Für die Urlaubsregionen Balis nennt die CDC keine Malariaübertragung, meldet aber Zika-Fälle bei Reisenden, die aus Bali zurückkommen. |
| Sansibar (Tansania) | Dengue, Malaria, Rift-Valley-Fieber | Hier ist zusätzlich zum Mückenschutz meist eine Malariaprophylaxe Thema. |
Wie du die Tabletten planst und wo sie wirklich nötig sind, steht im Beitrag zur Malariaprophylaxe vor Famulatur und KPJ. Zur aktuellen Lage in Sri Lanka lies unseren Beitrag zu Dengue Fieber in Sri Lanka. Für Chikungunya und Japanische Enzephalitis gibt es zwar Impfstoffe, die CDC empfiehlt aber für alle Reisenden trotzdem Mückenschutz. Mehr dazu in den Beiträgen zur Chikungunya Impfung und zur Japanischen Enzephalitis Impfung.
Das hängt von der Mückenart ab, und genau deshalb reicht ein Netz in der Nacht allein nicht. Die Mücken, die Dengue übertragen, sind laut WHO tagsüber aktiv. Die WHO rät ausdrücklich, Stiche vor allem tagsüber zu vermeiden. Laut gesundheit.gv.at sind sie tag- und nachtaktiv und halten sich bevorzugt in besiedelten Gebieten nahe beim Menschen auf, also in der Stadt, im Spital, in deiner Unterkunft.
Die Anopheles-Mücken, die Malaria übertragen, sind laut gesundheit.gv.at dämmerungs- und nachtaktiv. Auf Sansibar zählt also besonders der Abend auf der Terrasse und die Nacht im Bett.
Für deinen Alltag im Praktikum heißt das:
Ein Repellent ist ein Mittel, das du auf die Haut aufträgst und das den menschlichen Geruch überdeckt, der Mücken anlockt. So beschreibt es das Gesundheitsportal Österreichs. Der am häufigsten verwendete Wirkstoff ist DEET, und er wirkt laut gesundheit.gv.at gegen Mücken, Zecken und Flöhe.
Die Konzentration bestimmt vor allem, wie lange der Mückenschutz hält:
Wichtig für dich als Studierende:r im feuchtwarmen Klima: Schwimmen, Schwitzen, Regen und Abwischen verkürzen die Wirkung. Nach einem langen Tag auf der Station ist die Schutzzeit also oft kürzer als auf der Packung. Trag dann neu auf.
Welche Wirkstoffe sind noch sinnvoll? Die CDC nennt auf den Länderseiten DEET, Picaridin (bei uns meist Icaridin genannt), IR3535, Oil of Lemon Eucalyptus bzw. PMD und 2-Undecanon. Höhere Konzentrationen schützen länger. Für den Schutz gegen Zecken und Mücken empfiehlt die CDC ein Repellent mit 20 Prozent DEET oder mehr. Die WHO nennt im Dengue-Faktenblatt DEET, Picaridin und IR3535. Bei ätherischen Ölen wie Zitronen- oder Eukalyptusöl ist die Wirksamkeit laut gesundheit.gv.at unsicher.
So trägst du es richtig auf, laut gesundheit.gv.at:
Erst Sonnencreme, dann Repellent. Das Gesundheitsportal Österreichs empfiehlt, die Sonnencreme zuerst aufzutragen, sie etwa 15 Minuten einwirken zu lassen und erst danach das Mückenschutzmittel. Gerade in Galle, auf Bali oder auf Sansibar brauchst du beides fast jeden Tag, also lohnt es sich, die Reihenfolge zur Routine zu machen.
Ein Tipp aus der Praxis: Pack beides in die Kitteltasche oder den Rucksack. Nach dem Händewaschen auf der Station ist das Repellent an den Händen ohnehin weg, und Hände sollst du laut gesundheit.gv.at sowieso nicht großflächig einreiben.

Fordere kostenlos und unverbindlich alle wichtigen Infos an.
Permethrin ist kein Repellent, sondern ein Insektizid. Es tötet oder lähmt Insekten bei Kontakt, indem es ihr Nervensystem schädigt. Laut gesundheit.gv.at wird es auf Kleidung, Moskitonetze und andere Textilien aufgebracht, nicht auf die Haut. Du behandelst beide Seiten des Stoffes und lässt alles vollständig trocknen. Es gibt auch fertig imprägnierte Textilien, und die bleiben auch nach mehreren Wäschen bei niedriger Temperatur wirksam.
Die Kombination macht den Unterschied: Mit Permethrin behandelte Kleidung plus Repellent auf der freien Haut bietet laut gesundheit.gv.at offenbar den besten Mückenschutz. Die CDC empfiehlt das ebenfalls und warnt ausdrücklich davor, Permethrin direkt auf die Haut zu geben.

Und das Moskitonetz? Laut gesundheit.gv.at schläfst du am besten unter einem Netz, das idealerweise mit Permethrin behandelt ist, oder in einem Raum mit Klimaanlage, weil wärmeliebende Insekten sich dort weniger wohlfühlen. Fenster bleiben zu oder haben Fliegengitter. Die WHO betont, dass Netze auch Menschen schützen, die tagsüber schlafen, etwa nach einem Nachtdienst. Räucherspiralen und Verdampfer nennt die WHO ebenfalls als zusätzliche Maßnahme, sie ersetzen aber kein Repellent auf der Haut.
Was gehört sonst in den Koffer? Unsere Packliste fürs Auslandspraktikum und der Beitrag zur Reiseapotheke helfen dir beim Rest.
Im Spital trägst du oft einen kurzärmeligen Kasack. Unterarme und Knöchel sind dann frei, und genau dort landen tagaktive Mücken gern. Trag morgens vor dem Dienst Repellent auf diese Stellen auf und frisch es in der Mittagspause auf, wenn du stark geschwitzt hast.
Drei Dinge, die viele erst vor Ort merken:
Welche Kleidungsregeln dein Einsatzspital hat, klärt das travel4med-Team mit dir vor der Abreise. Ob lange Ärmel im Dienst erlaubt sind, ist von Haus zu Haus verschieden.
So bekommst du deinen Mückenschutz in den Griff, am besten zusammen mit der Reiseimpfberatung:
Wie Kolleginnen und Kollegen in Deutschland das Thema Dengue im Auslandspraktikum angehen, beschreibt travel4med.de im Beitrag zu Dengue im Auslandspraktikum. Und was eine Infektiologin oder ein Infektiologe mit Dengue, Malaria und Co. im Klinikalltag zu tun hat, erklärt dein-medizinstudium.de im Beitrag was ein Infektologe macht.
Du planst Famulatur, KPJ oder Pflegepraktikum im Ausland? travel4med vermittelt Praktikumsplätze in Sri Lanka, in Nepal, auf Bali und auf Sansibar. Alles zur Famulatur im Ausland, zum KPJ im Ausland und zum Pflegepraktikum im Ausland findest du auf unseren Seiten, die Übersicht aller Länder unter Standorte. Fragen zur Vorbereitung? Buche dir ein kostenloses Beratungsgespräch.
Fachlich geprüft von MUDr. Amandeep Grewal am 24.10.2026 gegen die Seite Insektenschutz des Gesundheitsportals Österreich, die Seiten zu Malaria und Dengue-Fieber, die WHO-Faktenblätter zu Vektorkrankheiten und Dengue sowie die CDC-Länderseiten. Der Beitrag ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.

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