
Famulatur in Österreich: Dauer, Ablauf und Anerkennung
Famulatur in Österreich: 12 Wochen an MedUni Wien, Graz und JKU Linz, 18 in Innsbruck. Aufteilung je Uni, Fristen, Anerkennung und Famulatur im Ausland.

Celina Köhsl
10. August 2026

Ein klinisches Praktikum in Nepal ist für Studierende aus Österreich in drei Formen möglich: als Famulatur, als Pflegepraktikum oder als KPJ-Tertial. Unser Standort ist Pokhara, und die entscheidende Frage stellt nicht Nepal, sondern deine Medizinuniversität: Sie legt fest, welche Wochen sie anrechnet. Dieser Guide beantwortet der Reihe nach, was deine MedUni verlangt, welches Visum gilt, wie die Sicherheitslage laut BMEIA aussieht, welchen Impfschutz du brauchst und mit welchen Kosten du für eine Famulatur oder ein Pflegepraktikum in Nepal rechnen solltest.
Key Takeaways
- MedUni Wien, Famulatur: Von den 12 Wochen Pflichtfamulatur sind die 4 Wochen Innere Medizin und die 4 Wochen Primärversorgung laut Curriculum vorzugsweise in Österreich zu absolvieren; ausdrücklich zugelassen ist als Alternative ein EU-Mitgliedsstaat (inkl. Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein). Ein Drittland wie Nepal ist dafür nicht vorgesehen. Sicher anrechenbar bleiben die restlichen 4 Wochen, wahlweise als 2 x 2 Wochen (meduniwien.ac.at).
- KPJ-Tertial: Auslands-KPJ ist ausnahmslos an Universitätskliniken und deren Lehrkrankenhäusern möglich, und anerkannt werden nur Aufenthalte von 16 Wochen. Die Bewerbung muss mindestens 6 Wochen vor Praktikumsbeginn im International Office liegen.
- Visum: Nepal kennt keine eigene Visakategorie für Praktika. Das Touristenvisum kostet 30/50/125 USD für 15/30/90 Tage, deckt laut deutschem Auswärtigen Amt aber weder Erwerbstätigkeit noch Freiwilligendienste ab, ausdrücklich auch nicht unbezahlt. Rechne früh nach: Ein 16-Wochen-KPJ dauert 112 Tage und passt damit nicht in ein 90-Tage-Visum.
- Sicherheit: Das BMEIA führt für das Terai Sicherheitsstufe 3 von 4 und für das übrige Land Stufe 2 von 4 (Seitenstand 31.03.2026, abgerufen am 18.08.2026). Pokhara und das Kathmandu-Tal liegen nicht im Terai; die Annapurna-Region rund um Pokhara gilt dem BMEIA als relativ sicher.
- Gesundheit: In Kathmandu, Pokhara und auf den üblichen Himalaya-Trekkingrouten gibt es laut CDC keine Malariaübertragung. Relevanter ist Dengue: 2024 wurden 41.865 Fälle gemeldet, 2025 waren es 8.109 in 76 von 77 Distrikten.
- Geld: Die Auslandsbeihilfe der Studienbeihilfenbehörde gibt es für Praktika nur beim KPJ in Humanmedizin, nur zusätzlich zu einer bewilligten inländischen Studienbeihilfe und nur bei Antrag innerhalb von drei Monaten nach Beginn.
Nepal ist einer von vier travel4med-Standorten neben Sri Lanka, Bali und Sansibar. Alle organisatorischen Details zu Nepal findest du auf der Seite Nepal bei travel4med; dieser Beitrag ergänzt sie um alles, was ein Praktikum in Nepal aus österreichischer Sicht ausmacht: die Anerkennungslage, die Quellen und die Punkte, an denen Planungen typischerweise scheitern.
Bevor es in die Details geht, hier die Eckdaten für dein Praktikum in Nepal als Studierende:r aus Österreich auf einen Blick. Jede Zeile wird weiter unten mit Quelle ausgeführt.
| Thema | Fakt für Österreich |
|---|---|
| Praktikumsformen | Famulatur, Pflegepraktikum, KPJ-Tertial |
| travel4med-Standort | Pokhara, ab 1.299 EUR inklusive Unterkunft mit drei Mahlzeiten; Start immer montags (Stand 08/2026) |
| Famulatur MedUni Wien | 4 der 12 Pflichtwochen weltweit frei wählbar; Innere und Primärversorgung vorzugsweise Österreich, alternativ EU |
| KPJ-Tertial | Nur Universitätsklinik oder Lehrkrankenhaus, nur 16-Wochen-Aufenthalte, Vorausbescheid nötig |
| Sicherheitsstufe BMEIA (Seitenstand 31.03.2026) | Terai: Stufe 3/4, übriges Land: Stufe 2/4 |
| Visum | Touristenvisum 30/50/125 USD für 15/30/90 Tage, verlängerbar auf max. 150 Tage; keine Internship-Kategorie im Katalog |
| Malaria | Keine Übertragung in Kathmandu und Pokhara (CDC) |
| Finanzierung | Erasmus+ grundsätzlich weltweit möglich (ab 2 Monaten, Budget der Hochschule); Auslandsbeihilfe nur beim KPJ |
Ein Praktikum in Nepal lohnt sich vor allem wegen der klinischen Bandbreite. Du siehst Krankheitsbilder, die an einer österreichischen Universitätsklinik selten geworden sind: fortgeschrittene Infektionen, Tuberkulose, Dengue, dazu Verkehrs- und Bergunfälle. Weil Ressourcen knapper sind, lernst du, dich auf Anamnese und Untersuchung statt auf Bildgebung zu verlassen.
Dazu kommt der sprachliche Rahmen: Amtssprache ist Nepali, die medizinische Ausbildung und die Dokumentation laufen aber weitgehend auf Englisch, sodass die Verständigung im Team in der Regel funktioniert. Nepali-Grundfloskeln helfen dir trotzdem im Patientenkontakt, und wie andere Studierende ihren Aufenthalt erlebt haben, zeigen unsere Erfahrungsberichte.

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Für die Anerkennung deines Praktikums in Nepal zählt nicht der Ort, sondern der Status der Einrichtung: Deine MedUni erkennt Auslandsaufenthalte im Regelfall nur an Universitätskliniken und deren Lehrkrankenhäusern an. Nepals Ausbildung läuft genau über solche Häuser, etwa über das Dhulikhel Hospital, das nach eigener Darstellung das Universitätsklinikum der Kathmandu University ist.
Wichtig zur Einordnung: Das Dhulikhel Hospital östlich von Kathmandu nennen wir hier als Beispiel für die universitäre Krankenhauslandschaft Nepals, nicht als travel4med-Platzierung. Unser Standort ist Pokhara. Welche Abteilung dort für dich infrage kommt, welchen universitären Status sie hat und welche Bestätigung deine MedUni dafür sehen will, stimmen wir individuell ab, bevor du buchst. Frag im Zweifel lieber einmal zu früh nach: Ein Platz, den deine Universität nicht anerkennt, kostet dich Wochen.
Kostenlose Beratung zu deinem Praktikum in Nepal. Wir stimmen Klinik, Zeitraum und die Anerkennung an deiner MedUni mit dir ab, bevor du etwas buchst: jetzt unverbindlich beraten lassen.
Ein Pflegepraktikum ist ein pflegerisches Praktikum unter Anleitung, für das du kein medizinisches Vorwissen brauchst; eine Famulatur ist die ärztlich begleitete Praxiszeit im klinischen Studienabschnitt. Das KPJ-Tertial ist der Abschnitt des Klinisch-Praktischen Jahres im letzten Studienjahr. Welche Form passt, hängt davon ab, wo du gerade stehst.
Unabhängig von der Form gilt: Eine Auslandskrankenversicherung, die klinische Tätigkeit und Nadelstichverletzungen einschließt, ist Pflicht. Worauf du dabei achten musst, erklärt unser Ratgeber Auslandskrankenversicherung für Famulatur und KPJ.
Für ein Pflegepraktikum in Nepal brauchst du weder Vorkenntnisse noch einen Studienplatz. Es ist die niedrigschwelligste Form, ein Praktikum in Nepal zu machen. Du arbeitest ausschließlich unter Anleitung des Pflegepersonals, übernimmst pflegerische statt ärztlicher Aufgaben und lernst den Stationsalltag kennen. Anerkennungsfragen, MedCampus und Tertialfristen betreffen dich nicht: Der komplette KPJ-Teil dieses Beitrags ist für dich irrelevant.
Zwei Dinge solltest du trotzdem aus den Abschnitten oben mitnehmen. Erstens die Visumfrage: Sie hängt an der Tätigkeit, nicht an der Praktikumsform, gilt also für dich genauso wie für eine Famulantin. Zweitens die Versicherung. Eine normale Reiseversicherung reicht nicht, weil Tätigkeiten im Krankenhaus und Nadelstichverletzungen dort typischerweise ausgeschlossen sind: Du brauchst eine Auslandskrankenversicherung, die klinische Tätigkeit ausdrücklich einschließt.
In den österreichischen Humanmedizin-Curricula ist die Famulatur das vorgeschriebene Praktikum; ein Pflegepraktikum absolvierst du freiwillig, typischerweise vor Studienbeginn oder in den ersten Semestern. Für Pflege- und andere Gesundheitsstudiengänge gelten dagegen die Praktikumsordnungen deiner FH oder Pflegeakademie, die du vorher einsehen solltest. Unsere Praktika in Pokhara starten immer montags; Dauer, Startdatum und Mindestalter stimmen wir stationsabhängig individuell ab, statt hier eine Zahl zu behaupten, die für deine Wunschabteilung nicht gilt.
Ob dein Praktikum in Nepal am Ende zählt, entscheidet deine Universität: Die Anerkennung ist in Österreich universitätsspezifisch geregelt, nicht bundesweit einheitlich. Deshalb entscheidet nicht das Land, sondern dein Curriculum in der für deinen Jahrgang gültigen Fassung. Kläre Klinik, Fach, Dauer und Nachweise schriftlich mit deinem Studien- bzw. Prüfungsreferat ab, bevor du buchst.
MedUni Wien, Famulatur: Die Pflichtfamulatur umfasst 12 Wochen, aufgeteilt in 4 Wochen Innere Medizin, 4 Wochen Primärversorgung und 4 frei wählbare Wochen. Für die beiden ersten Blöcke formuliert die MedUni Wien eine Präferenz, kein Verbot: Sie sind „vorzugsweise in Österreich“ zu absolvieren, und die Absolvierung „an Famulaturspitälern in EU-Mitgliedsstaaten (inkl. Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) ist aber möglich“. Ein Drittland wie Nepal ist für diese 8 Wochen also nicht vorgesehen, ohne ausdrücklich verboten zu sein. Verlass dich darauf nicht: Plane Nepal für die 4 frei wählbaren Wochen ein, wahlweise als zwei Blöcke zu je 2 Wochen, denn eine Famulatur an einer Einrichtung wird ohnehin nur im Ausmaß von 2 oder 4 Wochen anerkannt. Anerkannt werden im Ausland Universitätskliniken und Lehrkrankenhäuser sowie Krankenanstalten mit Weiterbildungsberechtigung im jeweiligen Fach; alles andere muss die Curriculumdirektion vorab genehmigen. Nach der Rückkehr gilt eine harte Frist: Alle Famulaturen sind innerhalb von zwei Monaten nach Absolvierung einzureichen. Zusätzliche Wochen in Nepal kannst du jederzeit als freiwillige Famulatur absolvieren.
MedUni Wien, KPJ-Tertial: Ein KPJ-Pflichttertial kann generell im Ausland absolviert werden, das zweite nur auf gesonderten Antrag. Absolviert werden darf ausnahmslos an Universitätskliniken oder deren Lehrkrankenhäusern, und anerkannt werden nur Aufenthalte von 16 Wochen. Bietet eine Klinik definitiv keine 16 Wochen an, kannst du bei International Affairs eine Teilung auf 2 x 8 Wochen an zwei ausländischen Krankenanstalten beantragen; sie muss im Vorausbescheid bewilligt sein. Eine Aufteilung zwischen Ausland und Österreich ist ausgeschlossen, und Free-Mover-Aufenthalte dürfen anerkennungstechnisch 8 Wochen nicht unterschreiten.
Die Fristen, an denen es scheitert: Die vollständigen Unterlagen für ein Auslands-KPJ über Erasmus oder als Free Mover sind spätestens 6 Wochen vor Praktikumsbeginn im International Office einzubringen. Die Voraus-Anerkennung selbst läuft davor über eine Selbsterfassung in MedCampus, auf deren Basis das International Office den Vorausbescheid ausstellt. Sechs Wochen sind dabei die Untergrenze der Verwaltung, nicht deine Planungsgröße: Klinikzusage, Visum und Impftermine brauchen Monate, nicht Wochen.
Andere Medizinuniversitäten: An der MedUni Graz umfasst die Pflichtfamulatur ebenfalls 12 Wochen, von denen mindestens 6 Wochen an bettenführenden Stationen zu absolvieren sind; je nach Studienjahrgang kommen Zusatzauflagen dazu, etwa je 3 Wochen Chirurgie und Innere/Neurologie und ab dem Studienjahr 2025/26 eine mindestens dreiwöchige Primärversorgungs-Famulatur am Stück. An der MedUni Innsbruck sind laut Studienplan grundsätzlich 18 Wochen Pflichtfamulatur vorgesehen, die sich auf mindestens 12 Wochen verkürzen, wenn bis zu 6 Wochen über das Wahlfachstunden-Kontingent abgedeckt werden. An der JKU Linz sind es 4 Wochen im Bachelor und 8 Wochen im Master. Maßgeblich ist immer die Fassung deines Curriculums.

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Für ein Praktikum in Nepal gibt es kein passgenaues Visum, denn Nepal kennt keine eigene Visakategorie für Praktika. Der Katalog des Department of Immigration führt Diplomatic, Official, Tourist, Study, Non-Tourist, Business, NRN, Residential und Transit Visa: ein Internship- oder Praktikumsvisum ist nicht darunter. Das Touristenvisum gibt es bei Einreise oder vorab online, gestaffelt nach Aufenthaltsdauer. Die Gebühr wird in nepalesischen Rupien zum Tageswechselkurs gezahlt, der USD-Betrag ist ein Referenzwert.
| Aufenthaltsdauer | Gebühr Touristenvisum (Referenzwert) |
|---|---|
| 15 Tage | 30 USD |
| 30 Tage | 50 USD |
| 90 Tage | 125 USD |
| Verlängerung | 3 USD pro Tag, mindestens 15 Tage; max. 150 Tage pro Kalenderjahr |
Die Rechnung, die beim KPJ oft zu spät gemacht wird: Ein Pflichttertial dauert 16 Wochen, also 112 Tage. Das längste Touristenvisum gilt 90 Tage. Du brauchst für ein volles KPJ-Tertial deshalb zwingend eine Verlängerung vor Ort; Touristenvisa sind laut Auswärtigem Amt gegen Gebühr auf bis zu 150 Tage verlängerbar, sofern die Behörden die Voraussetzungen als gegeben ansehen. Das Kontingent von 150 Tagen gilt pro Visajahr (Jänner bis Dezember), was zählt, wenn du im selben Jahr schon einmal in Nepal warst. Für eine 4-wöchige Famulatur oder ein kurzes Pflegepraktikum stellt sich die Frage nicht.
Wichtig und oft falsch dargestellt: Das deutsche Auswärtige Amt hält für Nepal ausdrücklich fest, dass für Erwerbstätigkeit und Freiwilligendienste eine Arbeitserlaubnis nötig ist und die Ausübung dieser Tätigkeiten mit einem Touristenvisum illegal ist und bestraft wird; unbezahlte Tätigkeiten sind ausdrücklich eingeschlossen, mit Geld- und Gefängnisstrafe. Das BMEIA führt diesen Hinweis nicht, er stammt also von der deutschen Behörde. Ob eine rein beobachtende Famulatur davon erfasst ist, ist amtlich nicht geregelt und liegt im Ermessen von Einwanderungsbehörde und Gastklinik. Kläre deinen Aufenthaltstitel deshalb vor der Buchung schriftlich mit dem Gastkrankenhaus und der nepalesischen Vertretung; wir unterstützen dich dabei. Weitere Details findest du in unserem Ratgeber Visum für Sri Lanka und Nepal.
Das BMEIA führt für Nepal zwei Stufen: Für das Terai im Süden gilt Sicherheitsstufe 3 von 4 (hohes Sicherheitsrisiko), für das übrige Land Stufe 2 von 4. Die Länderseite trägt den Stand 31.03.2026; wir haben sie am 18.08.2026 abgerufen. Nach den landesweiten Protesten hat sich die Lage beruhigt, ein Wiederaufflammen kann laut BMEIA aber nicht ausgeschlossen werden, und Menschenansammlungen sowie Demonstrationen sind zu meiden.
Für die Orientierung wichtig: Pokhara und das Kathmandu-Tal liegen nicht im Terai, sondern im Bergland. Die Annapurna-Region, in die Pokhara als Ausgangspunkt hineinreicht, führt das BMEIA ausdrücklich als vergleichsweise sicher, ebenso die Everest-Region und das Langtang-Tal. Praktisch relevant ist außerdem die Sperre mehrerer Dienste wegen einer Registrierungspflicht, betroffen sind unter anderem WhatsApp, Signal, Instagram, Facebook und X. Laut BMEIA sind diese Dienste über ein VPN erreichbar: Installiere und teste ein VPN also vor der Abreise und vereinbare mit uns und deiner Familie zusätzlich E-Mail und Telefon als Rückfallebene. Nutze die kostenlose Reiseregistrierung des BMEIA und prüfe die Lage laufend, nicht nur einmal vor Abreise.
Der Impfschutz für ein Praktikum in Nepal ist unspektakulärer, als viele erwarten. Laut CDC gibt es in Kathmandu, in Pokhara und auf den üblichen Himalaya-Trekkingrouten keine Malariaübertragung; ein Risiko besteht in Gebieten unter 2.000 Metern, vor allem in den Provinzen Sudurpashchim und Karnali. Für unseren Standort Pokhara ist damit keine Malariaprophylaxe das Thema, sondern konsequenter Mückenschutz gegen Dengue.
Dengue ist landesweit präsent und schwankt stark von Jahr zu Jahr: 2024 meldete Nepal 41.865 Fälle und 15 Todesfälle aus 76 Distrikten. 2025 waren es bis Anfang Dezember 8.109 Fälle und 6 Todesfälle, verteilt auf 76 der 77 Distrikte. Auch 2026 war das Virus früh im Jahr aktiv: 149 Fälle im Jänner, 155 im Februar, und bis Anfang Mai Meldungen aus 66 Distrikten, darunter Bergdistrikte wie Humla.
Für den Impfschutz orientierst du dich am Impfplan Österreich und an einer reisemedizinischen Beratung, etwa am Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der MedUni Wien. Das CDC empfiehlt für Nepal unter anderem Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus und je nach Aktivitäten Tollwut; Japanische Enzephalitis empfiehlt das CDC ab etwa einem Monat Aufenthalt, und ein 16-wöchiges KPJ-Tertial liegt klar darüber. Die MedUni Wien hält für die eigene Studierendenschaft ausdrücklich fest, dass vor der ersten Famulatur eine Impfung gegen Hepatitis A und B vorliegen sollte. Plane Termine früh: Manche Grundimmunisierungen brauchen mehrere Wochen. Welche Impfungen für eine Auslandsfamulatur konkret empfohlen werden, erklärt unser Ratgeber Reiseimpfungen für die Auslandsfamulatur.
Der planbare Teil deines Budgets für ein Praktikum in Nepal ist das Programmpaket: Unser Standort Pokhara startet bei 1.299 EUR und enthält die Unterkunft mit drei Mahlzeiten, WLAN und Wäscheservice (Stand 08/2026). Dazu kommen Flug, Versicherung, Visum und Impfungen, die je nach Saison, Tarif und Impfstatus stark schwanken.
| Kostenblock | Was du einplanen solltest |
|---|---|
| travel4med-Programmpaket Pokhara | ab 1.299 EUR, inkl. Unterkunft mit drei Mahlzeiten, WLAN, Wäscheservice |
| Visum | 30/50/125 USD für 15/30/90 Tage, zahlbar in NPR zum Tageskurs |
| Flug ab Wien | saison- und buchungsabhängig, früh buchen |
| Auslandskrankenversicherung | tarifabhängig; klinische Tätigkeit muss ausdrücklich gedeckt sein |
| Impfungen und Reisemedizin | abhängig von deinem Impfstatus, nur teilweise Kassenleistung |
Bei der Förderung für ein Praktikum in Nepal sind zwei Wege sauber zu trennen. Erasmus+ fördert Praktika grundsätzlich weltweit: Laut OeAD sind Praktika in Programmländern oder Partnerländern weltweit möglich, mit einer Mindestdauer von zwei Monaten, und die Bewerbung läuft direkt über deine Heimathochschule. Nepal ist damit nicht ausgeschlossen, entscheidend ist das Budget deiner Uni. Für das KPJ außerhalb der EU sieht die MedUni Wien allerdings ausdrücklich den Free-Mover-Weg vor, nicht das Erasmus-Praktikum. Frag deshalb früh im International Office nach, welcher Weg für dich offensteht.
Studienbeihilfe und Auslandsbeihilfe: Praktika im Ausland werden von der Studienbeihilfenbehörde nicht gefördert, mit einer einzigen Ausnahme, dem klinisch-praktischen Jahr in der Humanmedizin. Voraussetzung ist eine zum Zeitpunkt der Antragstellung bewilligte inländische Studienbeihilfe; ohne diesen Anspruch entfällt der Weg. Die Beihilfe gibt es für längstens 20 Monate, und der Antrag ist spätestens drei Monate nach Beginn des Auslandsaufenthalts zu stellen. Für eine reguläre Famulatur oder ein Pflegepraktikum bleiben Eigenmittel, Stipendien oder ein Studienkredit. Wie du die Bausteine zu einem Gesamtbudget zusammensetzt, zeigt unser Ratgeber Auslandspraktikum-Finanzierung.

Diese fünf Fehler kosten bei einem Praktikum in Nepal erfahrungsgemäß am meisten Zeit und Geld, und alle fünf sind vermeidbar, wenn du sie vor der Buchung abhakst.
Klinikplätze, Visumfragen und Impftermine für ein Praktikum in Nepal brauchen Vorlauf, deshalb ist für ein Praktikum in Nepal ein halbes Jahr eine realistische Planungsgröße, besonders für die gefragte Sommer- und Semesterferienzeit. Für ein KPJ-Tertial rechnest du rückwärts: mindestens 6 Wochen vor Beginn muss die Bewerbung im International Office liegen, der Antrag auf Voraus-Anerkennung davor. Klinisch ist Nepal ganzjährig möglich; für Trekking-Anschlusstage meiden viele die Monsunmonate Juni bis August, in denen auch das Dengue-Risiko steigt.
Alle Angaben zu diesem Praktikum in Nepal wurden am 18.08.2026 gegen die folgenden Quellen geprüft:
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