Nepal Impfungen: Was du für Famulatur und KPJ brauchst
Welche Nepal Impfungen brauchst du vor Famulatur, KPJ oder Pflegepraktikum im Manipal Pokhara Teaching Hospital? Die kurze Antwort ist: Fliegst du aus Österreich ohne längeren Zwischenstopp in einem Gelbfieberland, verlangt Nepal an der Grenze keine Impfung. Für die Mitarbeit im Spital sind bei travel4med aber Hepatitis A, Hepatitis B, MMR sowie Tetanus, Diphtherie, Polio und Pertussis verpflichtend. Hier liest du, welche Nepal Impfungen dazukommen, warum Malaria in Pokhara kaum eine Rolle spielt und wann du anfangen musst.
Fachlich geprüft von MUDr. Amandeep Grewal, Ärztin/Arzt bei travel4med, zuständig für medizinische Themen wie Impfungen, Tropenmedizin und Gesundheit im Auslandspraktikum.
Key Takeaways
Gelbfieber nur nach Risikoländern: Nepal verlangt den Nachweis laut CDC nur von Reisenden ab 9 Monaten, die aus einem Land mit Gelbfieberrisiko kommen, Zwischenstopps über 12 Stunden mitgezählt.
Pflicht fürs Praktikum: Für das Programm in Pokhara verlangt travel4med Hepatitis A, Hepatitis B, MMR sowie Tetanus, Diphtherie, Polio und Pertussis.
Empfohlen: Typhus, Tollwut und Japanische Enzephalitis. Laut Impfplan Österreich ist das Typhusrisiko für Indien und die angrenzenden Länder etwa 100-fach höher als im Rest der Welt.
Keine Malaria in Pokhara: Die CDC melden keine Malariaübertragung in Kathmandu, Pokhara und auf den üblichen Himalaya-Treks. Eine Prophylaxe brauchst du nur für bestimmte Gebiete im Westen.
Acht Wochen Vorlauf: Die Japanische Enzephalitis braucht im Standardschema zwei Dosen im Abstand von 4 Wochen, Tollwut bis zur dritten Dosis 21 bis 28 Tage.
Welche Nepal Impfungen sind Pflicht?
Trenn hier zwei Fragen: Was verlangt Nepal an der Grenze, und was verlangt dein Praktikum? Für die Grenze ist die Antwort kurz. Die einzige Impfung, die Nepal fordern kann, ist die gegen Gelbfieber. Laut der Länderseite der CDC für Nepal (zuletzt geprüft am 25.08.2026) ist der Nachweis Pflicht für Reisende ab 9 Monaten, die aus Ländern mit Gelbfieberrisiko einreisen, Zwischenstopps über 12 Stunden eingeschlossen. Für Nepal selbst empfehlen die CDC die Gelbfieberimpfung nicht (CDC, Travelers' Health Nepal).
Fliegst du aus Wien über ein Drehkreuz am Golf oder in Asien, brauchst du also keinen Nachweis, und Gelbfieber fällt bei deinen Nepal Impfungen weg. Kritisch wird es nur, wenn du vorher im tropischen Afrika oder in Südamerika unterwegs warst, etwa nach einem Praktikum auf Sansibar. Musst du doch impfen, dann nur bei einer autorisierten Gelbfieber-Impfstelle, deren Liste das Sozialministerium führt (Sozialministerium, Gelbfieberimpfstellen).
Die zweite Frage ist für dich wichtiger. Für die Teilnahme an Famulatur, KPJ oder Pflegepraktikum in Nepal sind bei travel4med Hepatitis A, Hepatitis B, Masern-Mumps-Röteln (MMR) sowie Tetanus, Diphtherie, Polio und Pertussis verpflichtend. Empfohlen, aber freiwillig sind Tollwut, Typhus, Japanische Enzephalitis und Dengue, wobei die Dengue-Impfung nur nach einer früheren Infektion sinnvoll ist. So steht es in den FAQ unserer Seite zum Praktikum in Pokhara. Nepal Impfungen sind für dich also nicht nur Reisemedizin, sondern eine Teilnahmevoraussetzung.
Bereit für dein Auslandsabenteuer?
Sichere dir jetzt deinen Platz für dein Praktikum im Ausland.
Welche Impfungen werden für Nepal empfohlen?
Neben den CDC steht für dich der Impfplan Österreich 2026/2027, Version 1.0 vom 17. September 2026 (Sozialministerium, Impfplan Österreich). Die Tabelle zeigt beide Sichtweisen auf die Nepal Impfungen auf einen Blick.
Impfung
Was die CDC für Nepal sagen
travel4med Programm Nepal
Hepatitis A
empfohlen für ungeimpfte Reisende ab einem Jahr
Pflicht
Hepatitis B
empfohlen für ungeimpfte Reisende unter 60
Pflicht
MMR
alle internationalen Reisenden vollständig geimpft
Pflicht
Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio
Routineimpfungen vor jeder Reise aktuell
Pflicht
Typhus
empfohlen für die meisten Reisenden
empfohlen
Tollwut
präexpositionelle Impfung je nach Tierkontakt abwägen
empfohlen
Japanische Enzephalitis
ab etwa einem Monat in betroffenen Gebieten empfohlen
empfohlen
Cholera
weit verbreitet, bei Reisenden selten, Impfung erwägen
nicht genannt
Gelbfieber
nicht empfohlen, Pflicht nur nach Risikoland
nicht genannt
Die CDC-Spalte ist sinngemäß übersetzt, die Originaltexte stehen in den Quellen. Die CDC haben außerdem einen weltweiten Masern-Hinweis der Stufe 1 aktiv, deshalb lohnt sich ein Blick auf deine zwei MMR-Dosen.
Wichtig ist deine Rolle im Spital. Der Impfplan Österreich nennt in seiner Tabelle zum Personal im Gesundheitswesen ausdrücklich auch "Auszubildende, Praktikantinnen bzw. Praktikanten" und führt dort unter anderem Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, Hepatitis B, Influenza und MMR. Ob deine MedUni zusätzlich einen Titer sehen will, erklärt unser Beitrag zum Hepatitis B Titer vor Famulatur und KPJ. Den Vergleich aller vier Standorte findest du bei den Reiseimpfungen für die Auslandsfamulatur.
Brauchst du für Pokhara eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis?
Bei einem Praktikum ab vier Wochen sehr wahrscheinlich ja, sie ist die aufwendigste der freiwilligen Nepal Impfungen. Die Japanische Enzephalitis ist eine Gehirnentzündung durch ein Virus, das Gelsen übertragen. Die CDC empfehlen die Impfung für Nepal allen, die einen Monat oder länger in betroffenen Gebieten verbringen. Bei kürzeren Aufenthalten soll sie erwogen werden, wenn du ländliche Gegenden besuchst, wanderst, campst oder ohne Klimaanlage, Fliegengitter oder Moskitonetz schläfst.
Der Impfplan Österreich sieht die Impfung bei Reisen in die Endemiegebiete Asiens vor. Ob sie für dich passt, richtet sich nach Region, Jahreszeit, Route und Reisestil und soll immer mit Fachleuten besprochen werden. Das Risiko für Reisende ist laut Impfplan insgesamt sehr gering, die Erkrankung verläuft aber oft schwer, mit einer altersabhängigen Sterblichkeit von bis zu 30 Prozent. Eine Famulatur über vier Wochen oder ein KPJ-Abschnitt in Pokhara liegt klar über der Monatsgrenze der CDC, und viele hängen danach noch einen Trek an. Wie du die Zeit nach dem Praktikum planst, zeigt travel4med.ch im Beitrag zum Trekking in Nepal nach dem Auslandspraktikum.
Das Schema: zwei Dosen im Abstand von 4 Wochen. Für Personen zwischen 18 und 65 Jahren ist auch ein Schnellschema mit zwei Dosen im Abstand von 7 Tagen zugelassen. Alles zu Impfstoff, Auffrischung und den anderen Standorten steht im Beitrag zur Japanischen Enzephalitis vor Famulatur und KPJ.
Warum Typhus und Tollwut in Nepal weit oben stehen
Unter den empfohlenen Nepal Impfungen haben Typhus und Tollwut das meiste Gewicht. Bei Typhus ist der Impfplan Österreich ungewöhnlich deutlich. Er nennt Südasien als Region mit deutlich erhöhtem Risiko und schreibt, dass das Typhusrisiko für Indien und die angrenzenden Länder etwa 100-fach höher liegt als für Reisen in den Rest der Welt. Nepal grenzt direkt an Indien. Die CDC empfehlen die Impfung für die meisten Reisenden und betonen, dass sie nicht zu 100 Prozent schützt. Sichere Ess- und Trinkgewohnheiten gehören also dazu. Was du in Pokhara bedenkenlos essen kannst, liest du im Beitrag Nepal Essen während Famulatur und KPJ, alles zum Impfstoff in der Typhus-Impfung vor Famulatur und KPJ.
Bei Tollwut schreiben die CDC, dass infizierte Hunde in Nepal häufig vorkommen und Impfstoffe nach einem Biss möglicherweise nur in größeren städtischen Einrichtungen verfügbar sind. Der Impfplan Österreich ergänzt: Weil in vielen Ländern kein Tollwut-Immunglobulin zur Verfügung steht, sollen Reisende vor der Abreise aufgeklärt und eine präexpositionelle Impfung entsprechend empfohlen werden. Bei Last-minute-Reisen soll zumindest eine Dosis gegeben werden. Planst du nach dem Praktikum einen Trek in abgelegene Täler, wiegt das doppelt. Schemata und das Vorgehen nach einem Biss findest du im Beitrag zur Tollwut-Impfung vor Famulatur und KPJ.
Brauchst du in Pokhara eine Malariaprophylaxe?
Für Pokhara in der Regel nicht, und das unterscheidet die Nepal Impfungen und Medikamente deutlich von Sansibar. Die CDC schreiben ausdrücklich, dass es in Kathmandu, in Pokhara und auf den üblichen Himalaya-Treks keine Malariaübertragung gibt. Ein Risiko besteht in den Provinzen Sudurpashchim und Karnali unter 2.000 Metern, seltene Fälle gibt es auch anderswo unter dieser Höhe. Nur für die Gebiete in Sudurpashchim und Karnali empfehlen die CDC eine medikamentöse Prophylaxe, sonst reicht konsequenter Mückenschutz.
Reist du nach dem Praktikum in den Westen oder ins Tiefland, kläre das in der Beratung. Laut BMEIA gilt für die Terai-Region derzeit Sicherheitsstufe 3, für den Rest des Landes Stufe 2 (Stand 18.10.2026, BMEIA, Reiseinformation Nepal). Mehr zur Lage vor Ort bietet travel4med.de im Beitrag zur Sicherheit in Nepal im Auslandspraktikum. Wann eine Prophylaxe an unseren anderen Standorten nötig ist, steht im Beitrag zur Malariaprophylaxe vor Famulatur und KPJ.
Sichere dir dein Infomaterial
Fordere kostenlos und unverbindlich alle wichtigen Infos an.
Diese drei Themen tauchen bei den Nepal Impfungen oft auf, sind aber für die meisten keine Impffrage.
Dengue: Die CDC nennen Dengue für Nepal als Krankheit, gegen die du dich vor allem mit Mückenschutz schützt. Der Impfplan Österreich sieht für Personen ohne frühere Infektion derzeit keine allgemeine Impfempfehlung vor. Nur bei einer diagnostisch gesicherten früheren Dengue-Infektion kann vor Reisen in Risikogebiete geimpft werden. Das deckt sich mit unserer Programmseite.
Cholera: Laut CDC ist aktive Cholera-Übertragung in Nepal weit verbreitet, bei Reisenden aber selten. Die Impfung kann für Reisen in betroffene Gebiete erwogen werden. Arbeitest du auf einer Station mit Durchfallerkrankungen, sprich es in der Beratung an. Was gegen Reisedurchfall hilft, steht im Beitrag zum Reisedurchfall in Famulatur und KPJ.
Chikungunya: Die CDC empfehlen die Impfung im Allgemeinen nicht, du kannst sie aber mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Mückenschutz bleibt die Basis.
Die Höhe gehört übrigens nicht zu den Nepal Impfungen, ist aber trotzdem Teil der Vorbereitung. Pokhara selbst ist unkritisch, für Treks lies den Beitrag zur Höhenkrankheit in Nepal.
Wie viel Vorlauf brauchen die Nepal Impfungen?
Mehr, als die meisten einplanen. Die Grafik zeigt, wie viele Tage ein Schema laut Impfplan Österreich 2026/2027 mindestens braucht, bis es abgeschlossen ist oder schützt. Rechne für deine Nepal Impfungen die Wartezeit auf einen Termin dazu.
Mindestvorlauf in Tagen bis zum Abschluss des Schemas oder bis zum Schutz. Das Schnellschema der Japanischen Enzephalitis gilt nur von 18 bis 65 Jahren. Quelle: Impfplan Österreich 2026/2027, Version 1.0 vom 17.09.2026, abgerufen am 19.10.2026.
Die Details: Bei der Japanischen Enzephalitis besteht nach zwei Dosen ein Schutz für zumindest 6 bis 12 Monate, die dritte Dosis folgt 12 bis 24 Monate später. Tollwut wird konventionell an den Tagen 0, 7 und 21 bis 28 geimpft. Für Erwachsene ab 18 mit intaktem Immunsystem ist bei bestimmten Impfstoffen auch das Schema 0 und 7 Tage mit einer dritten Dosis nach einem Jahr zulässig. Bei Hepatitis A ist die Wirksamkeit spätestens drei Wochen nach der ersten Dosis gegeben. Typhus soll mindestens eine Woche vor der Abreise abgeschlossen sein.
Unsere Faustregel: Starte die Nepal Impfungen acht Wochen vor dem Abflug. Dann bleibt Luft für Mehrfachschemata und für einen zweiten Termin. Wo du in Wien, Graz, Innsbruck oder Linz einen Impftermin bekommst, steht im Beitrag zur Reisemedizin in Österreich.
So planst du deine Nepal Impfungen in 6 Schritten
Impfpass prüfen: Schau nach Hepatitis A, Hepatitis B, MMR, Tetanus, Diphtherie, Polio und Pertussis. Das sind die Pflichtimpfungen fürs Programm in Pokhara.
Route klären: Prüfe, ob du vor Nepal in einem Land mit Gelbfieberrisiko bist oder dort länger als 12 Stunden umsteigst.
Beratung buchen: Reserviere acht Wochen vor dem Abflug einen Termin in einer reisemedizinischen Ambulanz oder Impfstelle.
Dauer und Pläne nennen: Sag, wie lange du bleibst, auf welcher Station du arbeitest und ob du danach trekken oder ins Tiefland reisen willst. Davon hängen Japanische Enzephalitis, Tollwut und Malaria ab.
Mehrfachdosen zuerst: Beginne mit Japanischer Enzephalitis und Tollwut, weil sie mehrere Termine brauchen, und lass jede Dosis in den internationalen Impfpass eintragen.
Nachweise einpacken: Nimm Impfpass, Titerbefund und die Daten deiner Auslandskrankenversicherung für Famulatur und KPJ mit. Laut BMEIA gibt es kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Österreich und Nepal, und eine Spitalsbehandlung kann teuer werden.
Fachlich geprüft von MUDr. Amandeep Grewal am 19.10.2026 gegen die Seiten der CDC, des BMEIA und den Impfplan Österreich 2026/2027. Der Beitrag ersetzt keine individuelle reisemedizinische Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Noch Fragen offen?
Nimm kostenlos an unserem nächsten Live-Webinar teil.
Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Travelers' Health, "Nepal", zuletzt geprüft am 25.08.2026 (Gelbfieber nicht empfohlen, Pflicht ab 9 Monaten bei Einreise aus Risikoländern inkl. Zwischenstopps über 12 Stunden; Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Japanische Enzephalitis, Cholera, Chikungunya, Dengue, Masern-Hinweis Stufe 1; keine Malariaübertragung in Kathmandu, Pokhara und auf typischen Himalaya-Treks, Prophylaxe nur in Sudurpashchim und Karnali unter 2.000 m): wwwnc.cdc.gov, abgerufen am 19.10.2026.
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Impfplan Österreich 2026/2027, Version 1.0 vom 17.09.2026 (Personal im Gesundheitswesen inkl. Praktikantinnen und Praktikanten; Japanische Enzephalitis; Tollwut; Typhus abdominalis mit Risiko für Indien und angrenzende Länder; Hepatitis A; Dengue), PDF über die Übersichtsseite sozialministerium.gv.at, abgerufen am 19.10.2026.
Sozialministerium, Gelbfieberimpfung und Gelbfieberimpfstellen: sozialministerium.gv.at, abgerufen am 19.10.2026.
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), Reiseinformation Nepal, Stand 18.10.2026 (Sicherheitsstufe 3 für die Terai-Region, Stufe 2 für den Rest des Landes; kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich; hohe Kosten einer Spitalsbehandlung möglich): bmeia.gv.at, abgerufen am 19.10.2026.
travel4med, Standortseite Nepal, FAQ "Welche Impfungen brauche ich für Nepal?" und "In welchem Krankenhaus arbeite ich in Nepal?": travel4med.at/standorte/nepal, abgerufen am 19.10.2026.